Zum Inhalt springen
Upcoming discountNext discount: 10% off — today 19:00.starts in--:--:--Get a quote →
Kundenlogin

Übersetzungsdienste

Medizinische Übersetzung

Bei der medizinischen Übersetzung ist der Preis eines Fehlers, anders als in anderen Bereichen, unmittelbar die menschliche Gesundheit. Wird eine Dosierungseinheit, eine Gegenanzeige oder ein Allergievermerk falsch übertragen, kann das Folgen haben, die sich nicht mehr korrigieren lassen. Deshalb wiegt in der medizinischen Übersetzung der Prüfprozess so schwer wie die Übersetzung selbst.

6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 09.07.2026

Das zweite bestimmende Merkmal dieses Bereichs ist die Vielfalt der Leser. Die für den Arzt geschriebene Produktinformation und die für den Patienten geschriebene Gebrauchsanweisung desselben Arzneimittels tragen dieselbe Information, verwenden aber ein ganz anderes Sprachregister. Ohne zu wissen, an wen sich der Text richtet, lässt sich keine richtige Übersetzung anfertigen.

Welche Texte fallen unter die medizinische Übersetzung?

Der Umfang reicht von klinischen Dokumenten bis zu regulatorischen Unterlagen. Auf der einen Seite stehen Patientenakten, Arztbriefe, Untersuchungsbefunde und Operationsberichte; auf der anderen Seite Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte, Prüfpläne klinischer Studien und Einwilligungserklärungen nach Aufklärung. Diese beiden Gruppen verlangen unterschiedliche Fachkenntnis und eine unterschiedliche Prüfordnung.

DokumentLeserSprachregisterKritisches Risiko
Arztbrief und UntersuchungsbefundArztFachterminologie, AbkürzungenFehler bei Maßeinheit und Referenzbereich
Einwilligungserklärung nach AufklärungPatientEinfache, verständliche SpracheUnvollständige Darstellung des Risikos
GebrauchsanweisungPatient und AngehörigeAnweisungsform, kurze SätzeAngaben zu Dosierung und Häufigkeit
Gebrauchsanweisung für MedizinprodukteMedizinisches PersonalTechnisch, normkonformWarn- und Hinweistexte
Prüfplan einer klinischen StudiePrüfer und KommissionWissenschaftlich, formalEin- und Ausschlusskriterien

Terminologie, Abkürzungen und Einheiten

In der Sprache der Medizin können Abkürzungen je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben; dieselben drei Buchstaben können in zwei Fachgebieten auf zwei verschiedene Diagnosen verweisen. Deshalb werden Abkürzungen nicht aus dem Wörterbuch, sondern aus dem klinischen Kontext des Textes aufgelöst. Wo keine Sicherheit besteht, wird die Abkürzung ausgeschrieben und ihre Form aus der Quelle in Klammern beibehalten.

Die Maßeinheiten sind der zweite kritische Bereich. Bei Laborbefunden unterscheiden sich die Einheitensysteme von Land zu Land, und ob umgerechnet wird oder nicht, ist keine Übersetzungsentscheidung, sondern eine medizinische Entscheidung. Der richtige Ansatz ist, Wert und Einheit der Quelle unverändert zu übernehmen und den Unterschied bei Bedarf mit einer Anmerkung des Übersetzers kenntlich zu machen.

Wie läuft der Prozess ab?

  1. Textart, Zielleser und Verwendungszweck werden bestimmt; eine Patientenakte und eine Zulassungsakte durchlaufen nicht denselben Ablauf.
  2. Ein Fachübersetzer des jeweiligen Gebiets wird eingesetzt; Texte aus Onkologie, Kardiologie und Orthopädie erfordern die Beherrschung unterschiedlicher Terminologie.
  3. Während der Übersetzung werden die Zahlenangaben in einer eigenen Liste gesammelt.
  4. Eine zweite Person vergleicht diese Zahlenliste unabhängig mit dem Ausgangsdokument; dieser Schritt wird getrennt vom Lesen des Textes durchgeführt.
  5. Es erfolgt eine Kontrolllesung durch eine im Gesundheitsbereich erfahrene Person; unklar gebliebene Stellen werden mit einer Anmerkung des Übersetzers markiert.
  6. Die Lieferung erfolgt, und die dateibezogene Begriffsaufzeichnung wird aufbewahrt.

Vertraulichkeit und Patientendaten

Gesundheitsdaten sind innerhalb der personenbezogenen Daten eine eigene, stärker geschützte Kategorie. Die Übersetzung eines Arztbriefs trägt die Diagnose, die Vorgeschichte und manchmal auch Angaben zur Familie dieser Person. Deshalb muss bei der medizinischen Übersetzung von Anfang an festgelegt sein, durch wie viele Hände die Datei geht, wo sie aufbewahrt wird und wann sie gelöscht wird.

Bei Aufträgen für Unternehmen wird erwartet, dass Identitätsangaben maskiert werden, wo sie nicht erforderlich sind, und dass das Übersetzungsteam unter einer schriftlichen Verschwiegenheitsverpflichtung arbeitet. Bei einzelnen Patientenakten wird zumindest die Zusage erwartet, dass die Datei nach Abschluss der Arbeit vernichtet wird.

Klinische Studien und regulatorische Unterlagen

Der zweite große Zweig der medizinischen Übersetzung sind nicht die klinischen Texte, sondern die regulatorischen Unterlagen. Prüfpläne klinischer Studien, Aufklärungsbögen für Teilnehmende, Prüfbögen und der Schriftverkehr mit der Ethikkommission bilden diese Gruppe. Bei diesen Dokumenten ist die Übersetzung Teil einer amtlichen Akte, die von einer Kommission geprüft wird, und unterliegt formalen Anforderungen.

Der in diesem Bereich hervortretende Maßstab ist die Einheitlichkeit. Die Einschlusskriterien, Dosisschemata und Bewertungszeitpunkte, die in verschiedenen Abschnitten desselben Prüfplans vorkommen, müssen einander genau entsprechen. Ein im Ausgangstext vorhandener Widerspruch wird in der Übersetzung nicht korrigiert; er wird markiert und dem verantwortlichen Prüfer gemeldet.

Die Aufklärungsbögen für Teilnehmende sind wiederum ein eigenes sprachliches Problem. Diese Formulare neigen dazu, wie ein juristischer Text geschrieben zu werden, obwohl der Zielleser der Patient ist. Ziel der Übersetzung ist es, den rechtlichen Gehalt zu bewahren und den Text zugleich wirklich verständlich zu halten; das Gleichgewicht zwischen beidem herzustellen, erfordert Erfahrung im Fachgebiet.

Eine eigene Disziplin bei Texten zu Medizinprodukten

Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte liegen dort, wo sich medizinische und technische Übersetzung kreuzen. Der Text beschreibt einerseits die klinische Anwendung, andererseits ist er ein Ingenieurdokument. Die Form der Warn- und Hinweisabschnitte ist meist in den einschlägigen Normen festgelegt, und der Spielraum des Übersetzers ist hier am geringsten.

Das zweite Merkmal sind die Oberflächentexte. Die Meldungen auf dem Gerätedisplay sind in der Zeichenzahl begrenzt und müssen mit ihren Entsprechungen in der Gebrauchsanweisung genau übereinstimmen. Erscheint ein Schritt, der in der Anweisung „Spülzyklus“ heißt, auf dem Display mit einem anderen Ausdruck, kann der Anwender nicht überprüfen, in welchem Schritt er sich befindet.

Der dritte Punkt ist die Versionsverwaltung. Wird die Gerätesoftware aktualisiert, wird auch die Gebrauchsanweisung aktualisiert; bei diesen Aktualisierungen wird erwartet, dass nur die geänderten Abschnitte bearbeitet und die übrigen in der zuvor freigegebenen Übersetzung erhalten bleiben. Übersetzungen ohne Nachvollziehbarkeit der Version führen in der Prüfphase zu Problemen.

Unterlagen für eine Behandlung im Ausland

Die Unterlagen von Patienten, die sich im Ausland behandeln lassen möchten, liegen dort, wo sich klinische Übersetzung und amtliche Dokumentenübersetzung kreuzen. Arztbrief, Befundberichte der Bildgebung und Medikamentenliste erfordern klinische Fachkenntnis; der Schriftverkehr zu Versicherung und Kostenerstattung sowie die Aufnahmeunterlagen des Krankenhauses erfordern dagegen häufig eine beglaubigte Übersetzung.

Der häufigste Verlust bei diesen Unterlagen entsteht dadurch, dass die Behandlungsgeschichte in Teilen übersandt wird. Werden frühere Untersuchungen und eingenommene Arzneimittel des Patienten unvollständig übermittelt, fordert die Zielklinik bei der ersten Bewertung weitere Unterlagen an, und der Prozess verlängert sich um eine weitere Runde. Die Akte chronologisch zu ordnen und fehlende Seiten von Anfang an zu ergänzen, spart allein schon Wochen.

Bei Befundberichten der Bildgebung kommt zudem eine technische Einzelheit hinzu: Der Text des Berichts und die Bilddateien selbst müssen getrennt übermittelt werden. Die Zielklinik lässt das Rohbild meist von ihrem eigenen Facharzt erneut befunden; die Übersetzung des Berichts ist eine Information, die diese Befundung begleitet, sie ersetzt sie nicht. Diesen Unterschied zu kennen, ermöglicht es, richtig zu bestimmen, welche Dokumente in die Übersetzung gehen.

Was bestimmt den Preis?

Der erste Faktor, der den Preis der medizinischen Übersetzung bestimmt, ist die fachliche Tiefe; zwischen allgemeinen Gesundheitstexten und Texten aus einem spezialisierten Fachgebiet besteht ein erheblicher Kostenunterschied. Der zweite Faktor ist handschriftlicher Inhalt: Akten mit ärztlichen Notizen dauern deutlich länger als digitaler Text. Der dritte Faktor ist der Umfang der zweiten Prüfebene.

Bei Unterlagen, die für einen Behandlungsantrag im Ausland vorbereitet werden, kann außerdem eine Beglaubigungsebene hinzukommen. Die Preislogik im Einzelnen teilen wir auf der Preisseite mit; zur Form der Dokumentenannahme im Zielland können Sie den Länderratgeber heranziehen.

Häufige Situationen

  • Unleserliche Handschrift. Ein Wort, bei dem keine Sicherheit besteht, wird nicht erraten; es wird markiert und beim ausstellenden Arzt eine Bestätigung eingeholt.
  • Fehlende Seite. Auf der Rückseite von Arztbriefen steht häufig die Medikamentenliste; wird sie beim Scannen übersehen, erscheint die Behandlungsgeschichte unvollständig.
  • Arzneimittelnamen. Der Handelsname desselben Wirkstoffs ändert sich von Land zu Land. Der richtige Ansatz ist, den Wirkstoff zugrunde zu legen und den Handelsnamen ebenfalls beizubehalten.
  • Zeitdruck. Im Gesundheitstourismus verläuft der Angebotsprozess schnell; Schnelligkeit darf jedoch nicht bedeuten, dass der Schritt der Zahlenprüfung übersprungen wird. Ihre Akte können Sie über das Angebotsformular übermitteln.

Die folgende Darstellung fasst die übliche Praxis zusammen; die Praxis der jeweiligen Stelle kann abweichen. Wir empfehlen, die geltende Praxis der amtlichen Bekanntmachung zu entnehmen.

Teilen
In 2 Minuten zu Ihrem Preis Sofortpreis erhalten
Chat on WhatsApp